Was unsere Analyse zeigt. Und wo ihre Grenzen liegen.
Terraincheck untersucht die Form des Geländes auf Grundlage amtlicher Geodaten. Das Ergebnis ist ein topografisches Screening zur ersten Orientierung.
Das Grundstück und sein Umfeld
Die Flurstücksgeometrie stammt aus ALKIS des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL). Das Digitale Geländemodell DGM1 beschreibt die Geländeoberfläche mit 1 m Rasterweite. Die Analyse berücksichtigt einen gewählten Puffer um die tatsächliche Grundstücksgeometrie. Flächen und Distanzen werden in einem metrischen Koordinatenreferenzsystem berechnet.
Höhen und Hangneigung
Höhenstatistik und Hangneigung werden für die Rasterzellen des Flurstücks ermittelt. Das automatische Höhenprofil folgt einer Linie entlang der längsten Grundstücksachse. Die Auflösung des Modells ist keine Garantie für eine zentimetergenaue Höhenbestimmung. Datenlücken und die Zeit seit der Geländeaufnahme können die Ergebnisse beeinflussen.
Fließrichtung und Fließakkumulation
Das D8-Verfahren ordnet einer Rasterzelle eine Fließrichtung zu einer ihrer acht Nachbarzellen zu. Das hydrologisch aufbereitete Modell und das ursprüngliche Gelände werden getrennt behandelt. Fließakkumulation zählt die innerhalb des Ausschnitts beitragenden Zellen. Sie ist keine Wassermenge und keine Abflussgeschwindigkeit.
Berechnete Fließwege können an Senken, Datenlücken oder am Rand des Ausschnitts enden. Am Rand ist der weitere Verlauf unbekannt. Natürliche Geländesenken werden aus der Differenz zwischen Originalmodell und hydrologisch aufbereitetem Modell abgeleitet. Eine relative Senkentiefe ist keine tatsächliche Überflutungstiefe.
Einzugsgebiete bleiben lokal
Das lokale Einzugsgebiet zeigt die zum gewählten Abflusspunkt beitragenden Zellen im Analyseausschnitt. Bei einem am Rand begrenzten Ergebnis sind weitere Zuflüsse außerhalb des Ausschnitts unbekannt. Auch der Status „lokal vollständig“ bestätigt lediglich, dass innerhalb des Ausschnitts keine abgeschnittenen Randzuflüsse erkannt wurden. Er belegt keine hydrologische Vollständigkeit außerhalb des Ausschnitts.
Was nicht modelliert wird
- Niederschlagsmenge, Regendauer und zeitlicher Abfluss.
- Versickerung, Grundwasser und tatsächlicher Bodenwasserhaushalt.
- Kanalnetz, verrohrte Gewässer, Durchlässe und Grundstücksentwässerung.
- Die hydraulische Wirkung von Straßen, Mauern und Gräben.
- Konkrete Überflutungstiefen, Schäden oder die Bemessung einer Drainage.
Technisch begrenzte Analyse
Ein Auftrag umfasst höchstens 4 Millionen Rasterzellen. Aufträge werden einzeln verarbeitet und können abgebrochen werden. Überschreitet ein Ausschnitt die Grenzen, wird der Auftrag verständlich abgelehnt. Ein kleinerer Bereich wird nicht stillschweigend als vollständige Analyse ausgegeben.
Die nächsten Schritte vor Ort
Vergleichen Sie die Karten mit beobachteten Wasserwegen, Geländekanten und vorhandenen Entwässerungseinrichtungen. Bei wiederkehrender Vernässung oder Bauvorhaben sollten Sie Fachleute hinzuziehen. Ein Versickerungstest oder Bodengutachten kann durch diese Analyse nicht ersetzt werden.
Quellen und Begriffe nachlesen
Geprüfte Datenquellen und individuelle Lizenzen · Höhenprofil und Gefälle in Prozent · Fließwege und Senken · Unterschied zu amtlichen Gefahrenkarten
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